Wissenswertes rund um das Thema Kündigung

Kündigung

Eines der wohl unangenehmsten Themen im Arbeitsrecht ist die Kündigung und das für beide Seiten des Arbeitsverhältnisses. Langwierige Kündigungsschutzprozesse kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven sowohl für Arbeitgeber, als auch für Arbeitnehmer. Um eine Kündigung möglichst reibungslos ablaufen zu lassen, gilt es bereits im Voraus einige Formvorschriften und Besonderheiten zu beachten.
Jeder Kündigung, gleich, ob ordentlich mit einer Kündigungsfrist oder außerordentlich fristlos, muss die Überlegung vorangehen, dass eine Kündigung nur dann zu rechtfertigen ist, sofern sie die sog. "ultima ratio" darstellt, also das letztmöglich verbleibende Mittel ist. Im Einzelfall kann ggf. zunächst auch eine Ermahnung oder Abmahnung ausreichend sein, um ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers anzusprechen und zu dokumentieren. Zu einer Kündigung darf es erst dann kommen, wenn nicht mehr erwartet werden kann, dass künftig noch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich ist, eine sog. negative Prognoseentscheidung ist zu treffen. Denn eine Kündigung ist keine Sanktion für vergangenes Fehlverhalten, sondern eine in die Zukunft gerichtete Entscheidung.
Neben den einzuhaltenden Formvorschriften ist bei einer Kündigung die Frage nach der Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) gemäß §§ 1, 23 KSchG zu stellen.
Ist dieses anwendbar ab der in § 23 KSchG festgesetzten Betriebsgröße, so ist nach der Art der Kündigung zu fragen: handelt es sich um eine personenbedingte, verhaltensbedingte oder betriebsbedingte Kündigung?

Wir begleiten Kündigungswünsche und Kündigungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und führen diese zu einem für beide Seiten tragbaren Ergebnis, um ein Auseinandergehen auf Augenhöhe zu ermöglichen und Streitigkeiten zu verhindern bzw. zu beseitigen.